SELK Wolfsburg

Herzlich Willkommen,

in meiner Kindheit habe ich mich auf das Erntedankfest immer unheimlich gefreut: der Altar wurde reichhaltig und bunt geschmückt und man konnte sofort erkennen, um was es denn heute gehen würde. Ein Lied von Matthias Claudius wurde damals im Gottesdienst gesungen, das mir immer noch sehr vertraut ist:

„Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land,
doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand. Der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf
Und träuft, wenn wir heimgehen, Wuchs und Gedeihen drauf.“

Die erste Zeile beschreibt ja klar, was wir Menschen tun:
pflügen und streuen, aber in der zweiten Zeile wird deutlich,
dass es sich um ein Zusammenspiel handelt aus unserem Tun und Gottes Wirken: „doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand“. Als Kind habe ich immer versucht, mir vorzustellen, wie Gott nach getaner Menschenarbeit über die Felder geht und Wuchs und Gedeihen draufträuft. Ich hätte ihn zu gerne einmal beobachtet! Heute verstehe ich, dass uns hier Gottes geheimnisvolles Wirken in seiner Schöpfung erklärt wird – in einem für mich auch heute noch wunderschönen Bild!

Der zweite Vers des Liedes ruft bei mir die Dankbarkeit hervor, um die es ja beim Erntedankfest geht:
„Er sendet Tau und Regen und Sonn und Mondenschein, er wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein
und bringt ihn dann behände in unser Feld und Brot:
es geht durch unsere Hände, kommt aber her von Gott.“

Auf dem Altar liegen all die Gaben: Weintrauben, Pflaumen, Äpfel, Möhren, Getreide….Das alles wächst in Gottes Natur und auf den Feldern. Aber was ist mit Schokolade, Nudeln und Pizza? (Das war mir als Kind ja viel lieber!) Ich denke, dass auch das dazugehört: Es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott! Wir können gerade in dem, was Menschen tun, erkennen, dass Gott da am Werk ist. Denn ich glaube, „dass Gott mich geschaffen hat samt aller Kreatur, mir Leib und Seele, Augen, Ohren, und Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat.“ (Martin Luther)

Lasst uns gemeinsam Gott danken für seinen Segen der Ernte!

Nicole Rohloff

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