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Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. (Lukas 6,36 – Jahreslosung 2021)

“Wir werden alle miteinander viel verzeihen müssen.” Dieser Satz des Bundesgesundheitsministers vom April des vergangenen Jahres ist vielen nahegegangen. Mit großer Unsicherheit über ein unbekanntes Virus und dessen Gefährlichkeit wurden sehr weitreichende Entscheidungen getroffen. Kontaktbeschränkungen, Schulschließungen, Abschottung der Pflegeheime und viele andere Maßnahmen haben viel Leid und Entbehrung gebracht. Erst im Rückblick wird sich zeigen, welche davon hilfreich und welche unverhältnismäßig waren. Der Blick des Ministers geht deshalb voraus in die Zeit nach der Krise, in der es ohne gegenseitiges Verzeihen nicht gehen wird. Das neue Jahr – bringt es das Ende der Krise oder nicht – steht für uns, die wir zu Gott gehören, im Zeichen des Verzeihens. Nicht, weil ein Minister es wünscht, sondern weil Jesus Christus, unser Herr, in der Mitte einer beachtenswerten Predigt spricht: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ Dieser Satz, die Jahreslosung, ist seither vielen ins Herz gegangen und in Erinnerung geblieben. Die Kirche ist ihrem Herrn immer dann besonders nah, wenn sie sich mit barmherzigen Taten den Notleidenden zuwendet und so den Auftrag Jesu erfüllt. Er spricht hier aber nicht nur von mildtätiger Hilfsbereitschaft, sondern von Barmherzigkeit als verzeihen-wollen. So ruft er im selben Atemzug dazu auf nicht zu richten oder zu verdammen, sondern zu vergeben (Lukas 6,37). Barmherzig ist also der, der abgibt und der, der vergibt. Barmherzigkeit gegenüber Notleidenden zeichnet sich dadurch aus, dass sie ohne Vorleistung gewährt wird. So ist es beim barmherzigen Vergeben auch: Es ist eine Investition in die Zukunft. Eine Investition, die nicht immer auf das vorausgehende Schuldeingeständnis des anderen warten kann. Verzeihen wird sich nicht immer sofort auszahlen, aber es trägt die Kraft für einen Neuanfang und Heilung in sich, und zwar für beide: für den, dem verziehen wird und für den, der es über sein Herz bringt. „…wie auch euer Vater barmherzig ist.“ Dieser zweite Teil der Jahreslosung soll uns schließlich als Erinnerungshilfe dienen. Als Erinnerung daran, dass wir mit Barmherzigkeit nur weitergeben würden, was wir selber von Gott bekommen. Mit dem, der das sagt, mit Jesus Christus, hat der Vater in unsere Zukunft investiert. Durch ihn will er uns alle Schuld und alle falschen Entscheidungen vergeben, ohne eine Vorleistung zu verlangen. Denn: Christus ist für uns gestorben, als wir noch Sünder waren (Römer 5,8). Von solcher Barmherzigkeit zehren wir jeden Tag unseres Lebens. Ob wir deshalb alle im Jahr 2021 miteinander viel verzeihen werden? Ein anderer Weg mit Aussicht auf Heilung ist nicht erkennbar. Also gehen wir doch den der Jahreslosung.

(Nach der Andacht von Pfarrer Sebastian Anwand, Greifenstein-Allendorf)

Herzlichst Euer

Pastor Sergius Schönfeld

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